top of page

REWE Team Challenge Dresden: Zwei Firmen, zwei Läufe und ein besonderer Abend mit meinem Sohn

REWE Team-Challenge 2026
Mein Sohn Luis und Ich


32.000 Läuferinnen und Läufer unterwegs


Die REWE Team Challenge Dresden ist jedes Jahr ein sportliches Highlight. Vorgestern war es wieder soweit. 32.000 Läuferinnen und Läufer machten sich auf den Weg durch die Dresdner Innenstadt. Ganz Dresden schien unterwegs zu sein. Bevor ich von meinem eigenen Erlebnis berichte, möchte ich allen Finishern der 5 Kilometer ganz herzlich gratulieren.


Die Wade bestimmt den Fahrplan


Für mich stand die Teilnahme bis zum Start auf der Kippe. Nach meiner Aufgabe beim Schlosstriathlon am Sonntag und zwei Tagen intensivster Behandlung meiner Wade durch Osteopath und mir selbst war nicht klar, ob ich überhaupt laufen kann.


Aktuell bestimmt die Wade meinen Trainingsalltag. Die Verletzung braucht Geduld und ich muss sehr genau auf die Signale meines Körpers hören. An ein normales strukturiertes Lauftraining ist noch nicht zu denken. Vielmehr geht es momentan darum, Schritt für Schritt herauszufinden, wie ich wieder in das Training für die Langdistanz-Europameisterschaft zurückfinden kann.


Jeder Lauf ist ein kleiner Test. Wie reagiert die Wade? Welche Belastung verträgt sie? Wie sieht die Reaktion am nächsten Tag aus? Deshalb war von vornherein klar, dass die Team Challenge für mich kein Wettkampf werden würde.


Da ich aber mehrere Firmen auf die Veranstaltung vorbereitet hatte und zwei Teams zugesagt hatte, entschloss ich mich, kontrolliert mitzulaufen.


Erster Start mit meinem Mittwochkurs


Der erste Start erfolgte um 17:30 Uhr am Postplatz. Vorher ging es mit einem Leih-E-Bike zu den Teilnehmern meines Mittwochkurses in die Firma. Nach einem schnellen Gruppenfoto machten wir uns auf den Weg zum Startbereich. Für mich bedeutete das die ersten 1000m im Laufschritt nach dem Ausstieg vom Sonntag.


Am Start wurde kurz abgeklatscht und schon ging es los.


Während des gesamten Laufes hörte ich aufmerksam in meine Wade hinein. Wie reagiert sie? Gibt es Schmerzen? Kann ich das Tempo halten? Bis zum Wiener Platz lief alles problemlos. Mit etwa 5:30 Minuten pro Kilometer war ich genau in dem Bereich unterwegs, den ich auch für meine geplante Langdistanz-Europameisterschaft vorgesehen habe. So wurde aus dem Firmenlauf gleichzeitig ein kleines wettkampfnahes Training.


Tolle Stimmung und starke Leistungen


Besonders beeindruckend war die Stimmung am Wiener Platz. Der DJ sorgte dort für eine fantastische Atmosphäre. Beim Anstieg aus dem Tunnel meldete sich meine Wade erstmals leicht. Also nahm ich etwas Tempo heraus und lief kontrolliert weiter.


Unterwegs konnte ich einige Läuferinnen und Läufer meines Firmenkurses sehen und lautstark anfeuern. Besonders gefreut haben mich die starken Leistungen und die vielen glücklichen Gesichter. Einige Teilnehmerinnen absolvierten sogar ihren ersten Laufwettkampf überhaupt. Genau für solche Momente lohnt sich das regelmäßige Training.


Nach 28:13 Minuten erreichte ich das Rudolf-Harbig-Stadion.


Schnell zurück zum zweiten Start


Eigentlich war der Lauf damit aber noch lange nicht beendet.


Am Arnoldbad wartete bereits die zweite Firma, die regelmäßig freitags bei mir trainiert. Ich rief den Teilnehmern noch beim Vorbeilaufen kurz zu, dass ich in fünf Minuten da sein werde. Das stellte sich allerdings als größere Herausforderung heraus als gedacht.


Zunächst musste ich aus dem Stadion heraus und anschließend irgendwie die laufende Strecke überqueren, um rechtzeitig wieder zum Startbereich zu gelangen. Am Ende klappte alles und wir erreichten gemeinsam pünktlich den Start.


Dort traf ich auch meinen Sohn Luis. Er hatte sich ebenfalls für die Team Challenge angemeldet und wir wollten meinen zweiten Lauf gemeinsam absolvieren.


Gemeinsam mit meinem Sohn auf die Strecke


Nach einem kurzen Abklatschen mit den Läuferinnen und Läufern meines Teams ging es erneut auf die Strecke. Direkt nach dem Start erinnerte ich einige Teilnehmer daran, das hohe Anfangstempo der anderen Läufer nicht mitzugehen. Die Temperaturen waren hoch und wer zu schnell startet, zahlt später oft den Preis dafür.


Ich fand schnell wieder mein Tempo vom ersten Lauf. Diesmal stand jedoch nicht das Training im Mittelpunkt. Vielmehr genoss ich die gemeinsame Zeit mit meinem Sohn. Wir unterhielten uns während des gesamten Laufes, die Kilometer vergingen wie im Flug und plötzlich waren wir schon wieder im Rudolf-Harbig-Stadion.


Nach 27:30 Minuten liefen wir gemeinsam über die Ziellinie.


Für mich war das einer der schönsten Momente des Tages. Gemeinsam mit dem eigenen Kind an einem solchen Event teilzunehmen, ist etwas ganz Besonderes und bleibt lange in Erinnerung.


Zusammen feiern


Nach und nach trafen auch alle anderen Läuferinnen und Läufer im Stadion ein. Glücklich, stolz und zufrieden über ihre Leistung. Natürlich wurden anschließend noch zahlreiche Fotos gemacht, bevor wir gemeinsam in einen Biergarten weiterzogen, um die tollen Ergebnisse zu feiern.


Der Zufall wollte es, dass direkt nebenan die Teilnehmer meiner ersten Firma saßen. So konnte ich auch ihnen noch einmal persönlich zu ihren starken Leistungen gratulieren.


Fazit: Ein wichtiger Schritt zurück


Für meine Wade war dieser Tag ein weiterer wichtiger Test. Die Rückmeldung war insgesamt verhalten positiv, auch wenn ich unterwegs gemerkt habe, dass noch längst nicht alles überstanden ist. Die Verletzung wird weiterhin Geduld erfordern.


Dennoch machen mir solche Einheiten Mut. Jetzt gilt es, die Belastung weiterhin kontrolliert und strukturiert zu steigern, um Schritt für Schritt wieder in das Lauftraining für die Langdistanz-Europameisterschaft zurückzufinden.


Sportlich waren die vielen starken Leistungen meiner Firmenkurse ein echtes Highlight. Persönlich war der gemeinsame Zieleinlauf mit meinem Sohn der schönste Moment des Tages.


32.000 Menschen auf den Beinen, beste Stimmung in der gesamten Stadt, viele glückliche Gesichter und ein unvergesslicher Abend – genau deshalb ist die REWE Team Challenge Jahr für Jahr etwas ganz Besonderes.


Sportliche Grüße


Euer Dirk „Pushman“ Püschmann 



 
 
bottom of page